Gärtner- und Häckermuseum öffnet wieder

Ab 28. Juli Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Als Sicherheitsmaßnahme zur Eindämmung der COVID19-Pandemie konnte das Gärtner- und Häckermuseum nicht wie gewohnt in die Saison 2020 starten. Ab dem 28. Juli öffnet das Museum nun mit entsprechendem Hygienekonzept wieder seine Türen.

 

„Wir freuen uns sehr, zu den gewohnten Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr für unsere Gäste wieder öffnen zu können“, so Andreas Dechant, erster Vorsitzender des Vereins Gärtner- und Häckermuseums. Soweit die Situation um das Corona-Virus stabil bleibt, kann das Museum bis zum 8. November 2020 besucht werden, bevor es in die Winterpause geht.

 

Als einziges Museum in Süddeutschland bietet es Informationen rund um das gewerbliche innerstädtische Arbeiten und Leben der Gemüse- und Weingärtner, ihre Kultur und Geschichte. Die Altstadt von Bamberg gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe. Einen Teil des Welterbegebiets bildet das Siedlungsgebiet der Gärtnerstadt. Noch heute sind dort typische mittelalterliche Gärtnerhäuser samt Anbauflächen erhalten. Zudem wurde der innerstädtische Erwerbsgartenbau 2016 auf die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Bis ins 19. Jahrhundert war Bamberg auch eine Weinbauregion. Durch die Veränderung des Klimas und dem Anschluss an Bayern war der Weinanbau nicht mehr rentabel und die ehemaligen Weingärtner (Häcker) stiegen auf Hopfen, Obst und Getreide um.

 

Die Möglichkeit der Besichtigung eines dieser historischen Gärtnerhäuser samt Anbaufläche bietet das Gärtner- und Häckermuseum in der Bamberger Gärtnerstadt. Einrichtungsgegenstände und zahlreiche traditionelle Werkzeuge zeigen, wie Gärtnerfamilien um 1900 gelebt haben. An den Schaugarten grenzt der Bamberger Sortengarten an. Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, alte Bamberger Lokalsorten zu erhalten und anzubauen. „Aktuell hält sich das Fernweh in Grenzen: Die meisten verreisen in den Sommerferien innerhalb Deutschlands oder bleiben gleich zu Hause. Das Bamberger Gärtner- und Häckermuseum mit seinem großen Freibereich bietet sich da für einen Besuch an“, so Patricia Alberth, Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg.